Über das Kochen in der Steinzeit

Kochen in der Steinzeit

Das Kochen in der Steinzeit war ein zeitaufwendiges Unterfangen

Die Art der Nahrungsmittelzubereitung und die dabei verwendeten Küchengeräte sagen sehr viel über den Fortschritt der vergangenen Jahre aus. In der Steinzeit stellte sich die Frau nicht an den Elektroherd und sie benutzte für die Zubereitung des erlegten Wildes auch keinen Schnellkochtopf und keine moderne Küchenmaschine. Durch die Ausgrabungen von Archäologen fand man heraus, dass beispielsweise der Fisch (in der Jungsteinzeit), wahrscheinlich mit Blättern umwickelt und anschließend mit einer dicken Schicht feinem Lehm eingeschmiert wurde. So kannte er schonend gegart werden, denn alle Geschmacksstoffe blieben erhalten. Dieser Kochmethode ist der Vorläufer des Römertopfes. Die sehr dürftigen Feuerstellen auf denen das Essen gesotten oder geschmort wurde, hatten eine offene Flamme und sie wurden meist aus Steinen gebaut. Es gab keine stylische Küche mit Induktionskochfeldern - häufig befand sich die Feuerstelle in einer Erdgrube.

Mammut, Wildesel, Beeren und wilde Möhren befanden sich in der Steinzeit auf dem Speisezettel

Die Steinzeit begann vor etwa 2,6 Millionen Jahren und sie endete vor ungefähr 4 000 Jahren. Auf dem Speisezettel der Steinzeitmenschen der Altsteinzeit stand Fleisch vom Nashorn, dem Wildesel, dem Mammut oder dem Hirsch sowie von anderen Tieren. Die ersten belegten Werkzeuge waren Steine mit einer abgeschlagenen Kante. Die Steinzeitmenschen konnten sie als Messer einsetzen. Bei den Chopping Tools handelt es sich um Geröllgeräte aus der Altsteinzeit, die zum Hacken, Schneiden und Schaben eingesetzt wurden. Die Menschen dieser Epoche waren Jäger und Sammler, die den Tierherden folgten. Die Speisen wurden gebraten oder in Erdgruben - die mit Wasser gefüllt- und gut abgedichtet wurden, gekocht. Dazu erhitzten die Menschen Steine und warfen sie ins Wasser, es kam dadurch zum Sieden. In der Mitttelsteinzeit erfanden die Menschen den "Feuerstein", der ihnen das Kochen erleichterte. Im Übergang zur Jungsteinzeit wurden sie teilweise sesshaft. Sie begannen die Pflanzen zu kultivieren. Ihre Gemüseauswahl bestand aus wilden Möhren, Erbsen und Sellerie sowie aus wilden Kräutern. Es gab wilde Äpfel sowie verschiedene Beerenarten und die Judenkirsche (Physalis). Heutzutage würden wir die Physalis wegen ihres hohen Vitamin C-Anteils sammeln.

Kochen einst und jetzt

Die thermische Veränderung der Lebensmittel brachte den Steinzeitmenschen eine Menge Vorteile. Parasiten wurden abgetötet und eine Vorratshaltung war auch möglich. Forscher stellten fest, dass die Menschen in Europa bereits vor mehr als 30 000 Jahren Mehl herstellten. Die Küchenmaschinen von damals waren Steinwerkzeuge, die wie Mörser und Stößel eingesetzt wurden. Mit ihrer Hilfe ließen sich Stärkekörner zerstampfen und mahlen. Das Mehl war eine sehr gute Energie- und Kohlenhydratquelle und machte sie unabhängiger. Damit es auch verdaulich war, wurde es zu Brei gekocht oder zu Fladenbrot verarbeitet. Die Menschen Steinzeit hatten allerdings keine vollautomatische Küchenmaschine zum Brot backen zur Verfügung. Haselnüsse standen zwar auf ihrem Speiseplan, bloß half ihnen beim Zerkleinern kein moderner Food Processor. In der Küche von heute steht anders als in der Steinzeit häufig eine All-in-one-Küchenmaschine. Diese multifunktionalen Geräte sind wahre Allrounder und glänzen zudem noch mit einem formschönen Design. Mit hochwertigen Küchenmaschinen mit Kochfunktion beispielsweise, lassen sich ganze Gerichte in einem Ablauf zubereiten. Sie kochen, kneten den Teig und sie sind häufig mit einem Fleischwolf, einem Nudelaufsatz und einem Mixer ausgestattet.

Steinzeitmenschen mussten über ein großes Wissen verfügen

Menschen der Steinzeit mussten zum Mahlen und Kochen Küchengeräte aus Steinen verwenden. Der chinesische Archäologe Li Zhanyang berichtet, dass die Menschen der Steinzeit auch Elefantenfleisch gegessen haben sollen. Er fand auf einem fossilen Elefantenknochen 13 bis 14 Messerspuren, sodass er vermutet, dass Elefanten auch auf dem Speiseplan der Steinzeitmenschen standen. Um damals überhaupt überleben zu können musste die Sammler über ein großes Wissen verfügen. Sie durften nur genießbare Pflanzen einsammeln und mussten wissen wo diese zu finden waren und wie sie zubereitet werden mussten. Die Menschen von heute gehen in den Supermarkt und kaufen sich die notwendigen Zutaten für ein leckeres Gericht. Bei der Zubereitung hilft vielleicht eine hochmoderne, Multifunktionale-Küchenmaschine.

Das Kochen in der Steinzeit war um einiges beschwerlicher und zeitaufwendiger als in der heutigen Zeit. Den Menschen standen keine modernen Küchengeräte zur Verfügung. Sie mussten sich mit Steinwerkzeugen behelfen. Als Töpfe dienten ihnen keine glänzenden Gefäße die auf den Induktionsherd gestellt werden, sie mussten sich mit gut abgedichteten Erdgruben behelfen, in denen sie ihre Nahrungsmittel kochen konnten.